Albrecht Dürer

Albrecht Dürer, seines Zeichens deutscher Meistermaler der Renaissance, wurde 1471 in Nürnberg geboren. Diesen Freudentag wollen wir Panzertiere ein wenig mit seiner Kunst feiern. Unser Dürer lernte von 1486 bis 1490 beim Michael Wolgemut und machte sich 1497 selbstständig und schon 1503 konnte er sich eine eigene Werkstatt einrichten. Seine Herzensdame Agnes ehelichte er 1494, aber leider blieb die Ehe kinderlos. Sonst hätten wir Deutschen womöglich in der Malerei eine ähnliche Künstlerdynastie bekommen wie es sie mit der Familie Bach in der Musik gibt. Drei Mal verließ unser Albrecht Dürer sein heimisches Nürnberg. Zwei Reisen machte er nach Italien, wo er besonders die Kunsthochburg Venedig aufsuchte. Und eine dritte Reise führte ihn in die Niederlande. Zu seinen Auftraggebern gehörte auch unser alter deutscher Kaiser Maximilian, der von unserem Dürer seine Ehrenpforte, seinen Triumphzug und verschiedene Gemälde anfertigen ließ. Der Kunst unseres alten Meisters geht unser Kunstforscher Heinrich Wölfflin nun in „Die Kunst Albrecht Dürers“ weiter auf den Grund: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/woelfflin1919

„Nach älterer Art wird eine Figur modelliert mit vielen kurzen, geraden Strichelchen, die, an sich ausdruckslos, in ihrer Gesamtheit einen Schatten ausmachen und die Form runden. Schongauer ist der erste, der die modellierenden Schattenstriche lang führt und als Ausdruckshilfen zu behandeln versucht. Es ist das von besonderer Bedeutung in der Zeichnung des Nackten, wo er mit seinen Linien der Form nachgeht, den Bewegungszug der Muskeln, die größere oder geringere Spannung der Oberfläche anzudeuten weiß. Die ganze Kunst Dürers beruht auf diesem Prinzip der formbezeichnenden Schattenlinie. Trotz alledem – für einen Nachahmer barg das Beispiel Schongauers auch große Gefahren. Sein Geschmack neigte zum Raffinierten, sein eminentes Naturgefühl stand im Bann eines sehr einseitigen Stilideals, und seine Empfindung bewegte sich an jener äußersten Grenze, wo das Feine an das Gekünstelt-Überfeine rührt. In gewissem Sinne kann man sagen: der Weg ging hier nicht weiter. Jede Fortsetzung mußte zum Verfall werden, und der sogenannte Bartholomäusmeister, der wohl von Schongauer ausgegangen ist, liefert das Beispiel dafür. Für Dürer lag die große Korrektur – wenn er einer Korrektur bedurfte – in der italienischen Kunst. Wahrscheinlich wäre er auch aus eigener Kraft durchgebrochen zum Großen und Starken, aber durch Mantegna ist ihm der Weg abgekürzt worden. Was in seiner Natur war an großer Anschauung und großer Empfindung, wurde durch Mantegna frei. Eine ganz organische Entwicklung ist es allerdings nicht gewesen. Wie es in solchen Fällen immer geschieht, mit dem fertigen Vorbild kam auch Unverstandenes und Unverständliches mit herüber, Elemente, die sich in der deutschen Kunst nie ganz auflösen konnten. Wir sind von Jugend auf so sehr an die verschiedenartigste Kunst gewöhnt, daß es einer besonderen Anstrengung bedarf, sich den Eindruck zu vergegenwärtigen, den Mantegna und die italienische Kunst überhaupt auf einen unvorbereiteten nordischen Menschen mit spätgotischer Sehgewöhnung machen mußte. Dürer rühmt noch spät als die eigentlichen Vorzüge der Italiener vor den Deutschen: die Kenntnis des Nackten und der Perspektive. Wahrscheinlich sind es diese Dinge gewesen, die von Anfang an ihm als die wertvollsten und begehrenswertesten erschienen. Er mußte getroffen sein von der „sichern Gegenwart“ Mantegnesker Gestalten (Goethe). Die vollkommene Klarheit der räumlichen Verhältnisse war ihm ebenso neu wie die organisch einheitliche Darstellung des menschlichen Körpers. Wie diese Menschen im Raum drin standen! Wie die Sohle am Boden haftete, und wie das Gewicht des Körpers sich fühlbar machte! Und was für Körper waren das und was für Bewegungen! Die Körper nicht nur anders proportioniert, sondern unter andern Linien gesehen, mit horizontalen Teilungen, die das gotische Auge nicht kannte, und in den Bewegungen ein vollkommen anderer Rhythmus, Stehbein und Spielbein mit kontrastierenden Schiebungen der oberen Glieder und energischen Wendungen des Kopfes. Das alles gegeben in einem monumental-einfachen Stil und getragen von einer Empfindung für das Grandiose, die bis zum stärksten Ausdruck der Leidenschaft emporsteigt, aber auch das einfache Dasein schon heroisch verklärt. Wenn es als das besondere Merkmal des künstlerischen Menschen überhaupt gilt, daß ihm von früh an die Dinge der Welt in ihrer ganzen Tiefe und Fülle und als etwas Unerschöpfliches erscheinen, so kann man sich bei Dürer den Trieb gar nicht drängend genug vorstellen, zu sehen und das Gesehene zu gestalten. Er muß sich – ich wiederhole das Wort – von der Darstellungswürdigkeit und der Darstellungsfähigkeit der Natur sehr bald seine eigenen neuen Begriffe gebildet haben. Die Gegenstände im Raum sprachen stärker zu ihm, als daß er sich mit den überlieferten Ausdrucksformeln irgendwie hätte zufrieden geben können und für das individuelle Leben brachte er ein Gefühl mit, das alle bisherigen Fassungen nur als ganz ungefähre Andeutung gelten lassen konnte. Selbstverständlich ist gerade von den Anfangsarbeiten sehr vieles untergegangen. Allein, wenn auch im einzelnen nicht alles aufgeklärt werden mag, so besitzen wir doch Zeugnisse genug, um im allgemeinen zu erkennen, wie sich Dürers Art entwickelte, wie er auf die Eindrücke von Kunst und Natur antwortete und wie er sein Schifflein durch die Strudel und Stromschnellen der Jugend hindurchgebracht hat. An Hand der Selbstporträts kann man zunächst biographisch die ganze Periode bequem überblicken…“

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Richard Wagner

Unser Richard Wagner hat mal wieder Geburtstag und daher will ich nun aus dessen Ring des Nibelungen dessen die Oper Rheingold erklingen lassen, damit dieser Freudentag auch würdig begangen werden möge: https://www.youtube.com/watch?v=Cit-sMYRFkI (Natürlich aufgeführt von unserem Kapellgroßmeister Wilhelm Furtwängler, um den Zorn der Jungfer Dosenschreck gar nicht erst zu wecken.) In Leipzig kam unser großer deutscher Tondichter 1813 zur Welt und studierte dort auch ab 1831 die hohe Kunst der Tondichtung. Es folgte daraufhin ein musikalischen Wanderleben, daß unseren Wagner 1842 nach Dresden führte. Dort erhielt er die Stelle eines Kapellmeisters an der berühmten Hofoper. Jedoch kosteten ihn die Wirren der Jahre 1848/49 seine Stellung und so mußte er ein zweites Mal auf Wanderschaft gehen. Diese endete 1872 in Bayreuth, wo er sein berühmtes Festspielhaus erbaute. Unser Wagner schuf 110 Tondichtungen. Seine Bühnenwerke sind wohl am bekanntesten: Der Ring des Nibelungen (bestehend aus dem Rheingold, Siegfried, der Walküre und der Götterdämmerung), der Tannhäuser, Tristan und Isolde, die Meistersinger von Nürnberg, Parsifal oder Lohengrin sagen hoffentlich dem ein oder anderen etwas (wenn nicht, so rate ich dazu, diese tondichterische Bildungslücke bei Gelegenheit zu schließen). Seinen Werdegang hat uns unser Wagner selbst niedergeschrieben. „Mein Leben“ heißt das Ganze und daraus lese ich nun noch ein weiteres Stück vor: http://www.zeno.org/Literatur/M/Wagner,+Richard/Autobiographisches/Mein+Leben

„Den gespenstischen Eindruck dieses Aufenthaltes in das märchenhaft Sonderbare überzutragen, war die Persönlichkeit der drei Hauptbewohner dieses Stockwerkes vorzüglich geeignet: Jeannette Thomé war sehr klein und dick, trug eine blonde Titusperücke und schien sich in dem Bewußtsein früherer Zierlichkeit zu behagen. Ihre treue Freundin und Pflegerin, meine Tante, welche ebenfalls zur alten Jungfer geworden war, zeichnete sich durch Länge und große Magerkeit aus; das Phantastische ihres sonst sehr freundlichen Gesichtes war durch ihr außerordentlich spitzes Kinn vermehrt. Mein Oheim Adolf hatte sein Studierzimmer ein für allemal in einem finstern Gemach des Hofes aufgeschlagen. Dort traf ich ihn zuerst unter einem großen Wuste von Büchern, in einer unscheinbaren Hauskleidung, deren Charakteristisches in einer hohen spitzen Filzmütze bestand, wie ich sie in Eisleben bei dem Bajazzo der Seiltänzergesellschaft gesehen hatte. Ein großer Hang zur Selbständigkeit hatte ihn in dieses sonderbare Asyl getrieben. Ursprünglich zur Theologie bestimmt, gab er diese bald gänzlich auf, um sich einzig philosophischen und philologischen Studien zu widmen. Bei größter Abneigung gegen eine Wirksamkeit als Professor und Lehrer mit Anstellung, suchte er sich frühzeitig durch literarische Arbeiten dürftig zu erhalten. Mit geselligen Talenten und namentlich einer schönen Tenorstimme begabt, auch seinerseits mit Interesse für das Theater erfüllt, scheint er in seiner Jugend als nicht ungern gesehener Belletrist in Leipzig einem größeren Bekanntenkreis liebgeworden zu sein. Bei einem Ausfluge nach Jena, auf welchem er mit einem Altersgenossen sich selbst bis zu musikalisch-deklamatorischen »Akademien« herbeigelassen zu haben scheint, besuchte er auch Schiller; er hatte sich hierzu mit einem Auftrage der Leipziger Theaterdirektion, welche den kürzlich vollendeten »Wallenstein« akquirieren wollte, versehen. Mir schilderte er späterhin den hinreißenden Eindruck, den Schiller auf ihn hervorbrachte, dessen schlanke hohe Gestalt und unwiderstehlich einnehmendes blaues Auge. Nur beklagte er sich, infolge eines gutgemeinten Streiches, den ihm sein Freund gespielt, in große und beschämende Verlegenheit gebracht worden zu sein. Dieser hatte nämlich ein Heft Gedichte Adolf Wagners zuvor an Schiller zu bringen gewußt; der betroffene junge Poet mußte nun von Schiller freundliche Lobsprüche hinnehmen, von denen er innigst überzeugt war, daß er sie nur der humanen Großmut Schillers zu verdanken hatte. – Später wandte er sich immer mehr nur noch philologischen Studien zu. Als eine der bekanntesten Arbeiten auf diesem Feld ist seine Herausgabe des Parnasso Italiano zu erwähnen, welche er Goethe mit einem italienischen Gedichte widmete, von welchem mir zwar durch Sachkenner versichert worden ist, daß es in einem ungebräuchlichen und schwülstigen Italienisch verfaßt sei, das ihm aber dennoch von Goethe einen anerkennungsvollen schönen Brief und einen silbernen Becher aus des Dichters gebrauchtem Hausgeräte erwarb. – Der Eindruck, den seine Erscheinung in der bezeichneten Umgebung in meinem achten Jahre auf mich machte, war durchaus rätselhafter, befremdender Art. – Zunächst wurde ich nach wenigen Tagen wieder diesen Einflüssen entzogen, um zu meiner Familie nach Dresden gebracht zu werden. Dort hatte sich während dem, unter der Leitung der nun alleinstehenden Mutter, meine Familie nach Kräften einzurichten gesucht. Mein ältester Bruder (Albert), ursprünglich zum Studium der Medizin bestimmt, hatte auf den Rat Webers, der seine Tenorstimme rühmte, die theatralische Laufbahn in Breslau ergriffen. Ihm folgte bald meine zweitälteste Schwester (Luise), ebenfalls als Schauspielerin dem Theater sich widmend. Meine älteste Schwester Rosalie war zu einer ehrenvollen Anstellung am Dresdener Hoftheater selbst gelangt und sie bildete nun fortan den Mittelpunkt des zurückgebliebenen jüngeren Teiles der Familie, wie sie die nächste Stütze der von Sorgen beschwerten Mutter blieb. Ich traf sie noch in derselben großen und angenehmen Wohnung, welche der Vater zuletzt eingerichtet hatte; nur waren stets einige überflüssige Zimmer zeitweilig an Fremde vermietet, unter denen einst auch Spohr sich einfand. Der großen Rührigkeit meiner Mutter verdankte, mit Hilfe verschiedener erleichternder Umstände, (unter denen die fortdauernde Geneigtheit des Hofes gegen das Andenken meines Stiefvaters zu erwähnen ist) die Familie ein erträgliches Gedeihen, so daß auch in betreff meiner Erziehung keine Art Vernachlässigung eintrat. Nachdem auch eine dritte Schwester (Klara) ihrer außerordentlich schönen Stimme zulieb für das Theater bestimmt war, hielt meine Mutter angelegentlich darauf, in mir nicht etwa auch Neigung für das Theater aufkommen zu lassen. Es war ihr stets ein Selbstvorwurf geblieben, daß sie in die theatralische Laufbahn meines ältesten Bruders gewilligt hatte; da mein zweiter Bruder keine weiteren Anlagen verriet als die, welche ihn zum Goldschmied bestimmt hatten, so war ihr nun daran gelegen, an mir die Hoffnungen und Wünsche des Stiefvaters, der „aus mir etwas machen wollte“, in Erfüllung gehen zu sehen. Mit meinem vollbrachten achten Jahre wurde ich auf das Gymnasium der Kreuzschule in Dresden geschickt; ich sollte studieren. Dort trat ich als unterster Schüler der untersten Klasse ein und begann nun unter den bescheidensten Anfängen meine gelehrte Bildung. Die Mutter verfolgte mit großer Teilnahme alle bei mir sich einstellenden Anzeichen von geistiger Lebendigkeit und Begabung.“

Johann Gottlieb Fichte

Ein Volk der Dichter und Denker sind wir Deutschen fürwahr und einer unserer größten Denker hat mal wieder Geburtstag. Johann Gottlieb Fichte ist er genannt und wurde 1762 im sächsischen Dörfchen Rammenau geboren. Dank der Förderung seiner Gutsherren aus dem Hause Miltitz konnte er die Landesschule Pforta besuchen. Diese öffnete ihm den Weg zum Studium und später zur Professur. 1793 führte er seine Herzensdame Johanna Rahn zum Traualtar und das Paar hatte mit Immanuel Hermann einen Sohn, der in die Fußstapfen seines großen Vaters trat, soweit es ihm möglich war. Die Werke Fichtes behandeln Gegenstände der Wissenschaft und der Sittenlehre, aber auch staatskünstlerische Fragen wie Der geschlossene Handelsstaat. Ab 1807 trat er als Volksredner im Kampf gegen die gallische Fremdherrschaft auf und ließ seine Reden auch drucken. Reden an die deutsche Nation, heißt das Ganze und sollte unbedingt gelesen werden. Weil unser Fichte damals nämlich mit gänzlich gleichartigen Übeln seitens der Gallier zu kämpfen hatte, so sind seine Reden an die deutsche Nation von unschätzbarem Wert im Kampf gegen die amerikanische Umerziehung. So auch bei der Fälschung unserer deutschen Geschichte durch die Amerikaner und ihre Diener. Besser als unser Fichte kann man es auch hier nämlich nicht sagen: http://www.zeno.org/Philosophie/M/Fichte,+Johann+Gottlieb/Reden+an+die+deutsche+Nation

„Möchten wir der Ausstellungen, die man uns zu machen pflegt, daß es uns gar sehr an Schnelligkeit und leichter Fertigkeit gebreche, und daß wir über allem zu ernst, zu schwer und zu gewichtig werden, uns so wenig schämen, daß wir uns vielmehr bestrebten, sie immer mit größerem Rechte und in weiterer Ausdehnung zu verdienen. Es befestige uns in diesem Entschlusse die leicht zu erlangende Überzeugung, daß wir mit aller unsrer Mühe dennoch niemals jenen recht sein werden, wenn wir nicht ganz aufhören, wir selber zu sein, was dem überhaupt gar nicht mehr Dasein gleich gilt. Es gibt nämlich Völker, welche, indem sie selbst ihre Eigentümlichkeit beibehalten und dieselbe geehrt wissen wollen, auch den andern Völkern die ihrigen zugestehen, und sie ihnen gönnen und verstatten: zu diesen gehören ohne Zweifel die Deutschen, und es ist dieser Zug in ihrem ganzen vergangenen und gegenwärtigen Weltleben so tief begründet, daß sie sehr oft, um gerecht zu sein sowohl gegen das gleichzeitige Ausland als gegen das Altertum, ungerecht gewesen sind gegen sich selbst. Wiederum gibt es andere Völker, denen ihr eng in sich selbst verwachsenes Selbst niemals die Freiheit gestattet, sich zu kalter und ruhiger Betrachtung des Fremden abzusondern, und die daher zu glauben genötigt sind, es gebe nur eine einzige mögliche Weise als gebildeter Mensch zu bestehen, und dies sei jedesmal die, welche in diesem Zeitpunkte gerade ihnen irgend einen Zufall angeworfen; alle übrigen Menschen in der Welt hätten keine andere Bestimmung, denn also zu werden, wie sie sind, und sie hätten ihnen den größten Dank abzustatten, wenn sie die Mühe über sich nehmen wollten, sie also zu bilden. Zwischen Völkern der ersten Art findet eine der Ausbildung zum Menschen überhaupt höchst wohltätige Wechselwirkung der gegenseitigen Bildung und Erziehung statt, und eine Durchdringung, bei welcher dennoch jeder, mit dem guten Willen des andern, sich selbst gleich bleibt. Völker von der zweiten Art vermögen nichts zu bilden, denn sie vermögen nichts in seinem vorhandenen Sein anzufassen; sie sollen nur alles Bestehende vernichten und außer sich allenthalben eine leere Stätte hervorbringen, in der sie nur immer die eigne Gestalt wiederholen können; selbst ihr anfängliches scheinbares Hineingehen in fremde Sitte ist nur die gutmütige Herablassung des Erziehers zum jetzt noch schwachen, aber gute Hoffnung gebenden Lehrlinge; selbst die Gestalten der vollendeten Vorwelt gefallen ihnen nicht, bis sie dieselben in ihr Gewand gehüllt haben, und sie würden, wenn sie könnten, dieselben aus den Gräbern aufwecken, um sie nach ihrer Weise zu erziehen. Ferne zwar bleibe von mir die Vermessenheit, irgend eine vorhandene Nation im Ganzen und ohne Ausnahme, jener Beschränktheit zu beschuldigen. Laßt uns vielmehr annehmen, daß auch hier diejenigen, die sich nicht äußern, die bessern sind. Soll man aber die, die unter uns erschienen sind und sich geäußert haben, nach diesen ihren Äußerungen beurteilen, so scheint zu folgen, daß sie in die geschilderte Klasse zu setzen sind. Eine solche Äußerung scheint eines Beleges zu bedürfen, und ich führe, von den übrigen Ausflüssen dieses Geistes, die vor den Augen von Europa liegen, schweigend, nur den einigen Umstand an, den folgenden: – Wir haben mit einander Krieg geführt; wir unsers Teils sind die Überwundenen, jene die Sieger; dies ist wahr und wird zugestanden. Damit nun könnten jene ohne Zweifel sich begnügen. Ob nun etwa jemand unter uns fortführe, dafür zu halten, wir hätten dennoch die gerechte Sache für uns gehabt und den Sieg verdient, und es sei zu beklagen, daß er nicht uns zu Teil geworden: wäre denn dies so übel, und könnten es uns denn jene, die ja von ihrer Seite gleichfalls denken mögen, was sie wollen, so sehr verargen? Aber nein, jenes zu denken, sollen wir uns nicht unterstehen. Wir sollen zugleich erkennen, welch ein Unrecht es sei, jemals anders zu wollen, denn sie, und ihnen zu widerstehen; wir sollen unsre Niederlagen als das heilsamste Ereignis für uns selbst, und sie als unsre größten Wohltäter segnen. Anders kann es ja nicht sein, und man hat diese Hoffnung zu unserm guten Verstande.“

Hauptmann Oswald Boelcke

Oswald Boelcke, unser großes deutsches Fliegerass aus den Kindertagen der Luftwaffe, hat heute Geburtstag. Das Licht der Erdenwelt erblickte er 1891 in Giebichenstein, einer Ortschaft bei Halle an der Saale. Im Jahre 1911 trat er in unser deutsches Heer ein und kämpfte schon 1914 als Flieger. Er gehörte 1915 mit zu den ersten Flugzeugführern, die eine feindliche Maschine abschossen. Für seinen achten Abschuß bekam er sogar den Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen verliehen – zum Vergleich: Unser Panzerass Michael Wittmann bekam für die gleiche Zahl abgeschossener Panzer gerade Mal das Eiserne Kreuz II. Klasse. Stolze 40 Abschüsse erzielte unser Hauptmann Boelcke im Vierjährigen Krieg. Wegweisend wurden seine Fliegerlehren und er war auch der Lehrmeister Manfred von Richthofens, der eine Zeit lang in Boelckes Jagdgeschwader II diente. Gleich seinem Mitstreiter Immelmann ereilte auch unseren Hauptmann Boelcke ein tragischer Unfalltod, als er Ende Oktober 1916 mit einem eigenen Flieger in der Luft zusammenstieß. Seine Luftkämpfe schildert uns unser Hauptmann Boelckes in seinen Feldberichten, die sein Vater herausgegeben hat. Neben Erzählungen über das Frontleben und die Luftkämpfe ist daran auch manch bedeutendes Ereignis verzeichnet, so auch der Unfalltod unseres Fliegerhelden Immelmann: http://gutenberg.spiegel.de/buch/hauptmann-bolckes-feldberichte-8426/1

„4. Juli 1916.

Ich war jetzt in S. gerade dabei, alles für meine Staffel einzurichten. Da alle Behörden mich schnell und entgegenkommend unterstützten, hatte ich bald meine ganzen Sachen zusammen, so daß jetzt am 30. Juni alle umziehen konnten. Nun stelle sich einer mein Pech vor: Gerade an diesem Tage mußte ich von der Bildfläche verschwinden. Das kam folgendermaßen: Vor Verdun war fliegerisch nicht allzuviel los, die Kundschaft war sehr verschüchtert. An dem einen Tage, als etwas mehr Betrieb war, war ich vormittags schon zwei mal geflogen und saß gelangweilt auf dem Flugplatz. Da hörte ich plötzlich Maschinengewehrfeuer in der Luft und konnte zusehen, wie ein deutscher Doppeldecker von einem Nieuwport attackiert wurde. Der Deutsche landete auch bald darauf bei mir auf dem Platz und erzählte noch ganz außer Atem: „Der Teufel ist an der Front los. Sechs Amerikaner sind oben. Ich habe deutlich die amerikanische Flagge am Rumpf gesehen. Ganz frech sind die Burschen gewesen und sind bis an die Front und herüber gekommen.“ Na gar so gefährlich stellte ich mir das nun nicht vor und startete, um die sechs Amerikaner auch meinerseits zu begrüßen. Das konnten sie verlangen, das erforderte schon die Höflichkeit. Tatsächlich treffe ich auch noch die Burschen über dem Maßbogen. Ziemlich frech flogen sie geschlossen dort auf und ab. Ich ging auf sie zu und begrüßte den ersten mit meinem Maschinengewehr. Gerade dieser schien noch ein ziemlicher Anfänger zu sein, jedenfalls kam ich ihm ohne jede Schwierigkeit sofort auf gute Entfernung, hundert Meter etwa, in den Nacken und konnte ihn bearbeiten. Da er ziemlich in Wolken war und fast nur geradeaus flog, hatte ich die berechtigte Hoffnung, ihn bald erledigen zu können. Doch war mir das Glück unhold. Ich hatte das erstemal meine gerade aus der Fabrik zurückgekommene Maschine und bekam nach zwanzig Schuß links und fünfzig Schuß rechts Ladehemmungen, die ich vergeblich zu beseitigen versuchte. Während ich mich noch mit meinen Maschinengewehren herumquälte, waren die anderen „fünf Amerikaner“ herangekommen. Da ich nicht schießen konnte, zog ich vor, auszurücken und, da die ganze Horde hinterher kam (ich konnte mich ja auch nicht mehr wehren), meinen Flug etwas zu beschleunigen, indem ich meine Maschine über dem linken Flügel herunterkullern ließ. Ein paar hundert Meter tiefer nahm ich den Apparat wieder in die normale Lage, doch da der Schwarm immer noch versuchte hinterher zu kommen, so wiederholte ich das Manöver noch einmal. In achthundert Meter Höhe nahm ich die Maschine wieder hoch und flog, wenig vergnügt, aber doch unangeschossen, nach Hause. Ich sah bloß noch, daß die Amerikaner immer weiter an der Front Sperre flogen. Das boste mich, ich stieg sofort in meine zweite Maschine und flog wieder los. Doch sollte ich den Tag nichts erreichen. Ich war kaum fünfzehnhundert Meter hoch, krach, ging unter großem Getöse mein Motor entzwei, und ich mußte auf einer Wiese bei C. notlanden. An diesem Tage begab sich noch ein hübscher Flug. Von einer Artilleriefliegerabteilung sollte die ganze französische Artilleriestellung bei B. und westlich Verdun photographiert werden. Dazu wollte Hauptmann V. im Geschwader herübergehen und bat mich, mit zwei anderen Fokkern doch als Schutz mitzufliegen. Ich ging mit dem Geschwader hinüber und war, da ich mich am dichtesten heranhielt, gleich zur Stelle, als zwei französische Jagdflugzeuge angriffen. Der erste kam gar nicht richtig heran, der zweite stürzte sich auf den ersten Doppeldecker, in dem Hauptmann V. saß. Da dieser gerade mit dem Glas nach unten beobachtete, hat er den Franzosen gar nicht bemerkt. Auch der Führer sah den Gegner erst im letzten Moment und machte eine so steile Kurve, daß V. beinahe aus der Karosserie gepurzelt wäre. Ich kam dem Doppeldecker zu Hilfe und nahm mir den Franzmann vor, der nun mit einem Male sehr heftig ausreißen konnte. Ich bekam ihn kaum ins Korn, er kollerte immer durcheinander, ich hinterher. Auf achtzehnhundert Meter gab ich ihm nochmals eine gehörige Salve und ließ dann von ihm ab. Meinem Geschwader tat der nichts mehr. Da mir ein Zünddraht gerissen war und der Motor nicht mehr richtig lief, flog ich darauf wieder nach Hause. Das Geschwader hat in aller Ruhe seine Photographien machen können und war mit dem Erfolg sehr zufrieden. Der von mir angegriffene Apparat wurde zuerst als abgestürzt gemeldet, doch hieß es nachher, er habe sich doch schließlich wieder gefangen und sei weiter geflogen. Dann kam der überaus traurige Fall von Immelmann. Eines Abends hieß es bei uns plötzlich, er sei abgestürzt. Ich hielt das zuerst nur für eines der bekannten Gerüchte, doch leider wurde die Meldung am Abend vom Stabsoffizier bestätigt und gesagt, daß Immelmann nach Dresden übergeführt würde. Ich bat dann, gleich zur Überführung nach D. fliegen zu dürfen. Es war sehr feierlich. Immelmann lag im Hof eines Lazaretts wundervoll aufgebahrt. Ringsherum standen große Obelisken mit Pechfackeln. – Immelmann ist durch einen ganz dummen Unfall ums Leben gekommen. Alles was die Zeitungen über Luftkampf usw. schreiben, ist Unsinn. Ihm ist ein Teil seines Propellers weggeflogen, durch den Ruck sind die Spanndrähte im Rumpf gerissen und dieser ist dann abgebrochen. Ganz abgesehen von dem traurigen persönlichen Verlust ist meiner Ansicht nach der moralische Erfolg für den Gegner nicht zu unterschätzen. –“

Haus-, Hof- und Staatskanzler Klemens von Metternich

Unser Großmeister der Außenpolitik, Klemens von Metternich, hat heute Geburtstag und neben unserem altdeutschen Panzergetränk Met darf da auch einmal ein Sekt aus seinem Hauskeller geschlürft werden. Zu Koblenz wurde unser Metternich 1773 geboren und wurde 1801 als österreichischer Gesandter nach Dresden geschickt, schon 1803 wurde er nach Berlin berufen und dort brachte er 1805 ein Bündnis mit Preußen zu Stande. Leider war der Napoleon bei Austerlitz schneller, sonst würden wir wohl den Jahrestag der Völkerschlacht acht Jahre früher feiern dürfen. Gebrochen hat dieser Rückschlag unseren Metternich nicht und obwohl er Gesandter in Paris war, unterstützte er 1809 dennoch die österreichische Kriegspartei um den Grafen Stadion. Geschadet hat ihm das nicht. Ganz im Gegenteil: Er wurde zum Außenminister berufen und mußte als solcher sozusagen die Suppe auslöffeln, die er mit eingebrockt hatte. Er verstand es Napoleon hinzuhalten und zu übertölpeln und bis auf die Teilnahme an der Kontinentalsperre gegen England und die Teilnahme am Rußlandfeldzug 1812 waren die einzigen Widrigkeiten, die Österreich hinnehmen mußte. Wobei das österreichische Korps in Rußland selbstständig war und daher weitgehend unversehrt blieb. Und so wendete sich das Geschick im Jahre 1813: Nachdem sich die Preußen überaus wacker gegen Napoleon geschlagen hatte, drängte Metternich diesem seine Vermittlung auf und als der gallische Herrscher ablehnte, trat er auf Seiten Preußens in den Krieg ein. Napoleon befand sich nun deutlich in der Unterzahl und wurde bei Leipzig zur Schlacht gestellt und vernichtend geschlagen. Im Jahre 1814 schritten unsere Preußen und Österreicher dann zum Gegenangriff, dem sich auch die Bayern und Schwaben anschlossen. Napoleon mußte abdanken, nachdem seine Hauptstadt Paris gefallen war. Unser Metternich konnte sich nun der Neugestaltung Europas widmen, dem er eine recht tragfähige Ordnung gab und dabei den Deutschen Bund gründete. Man hätte sich ja eigentlich eine Wiederherstellung oder Neugründung unseres deutschen Reiches gewünscht, aber der preußisch-österreichische Widerstreit machte eine solche vorerst unmöglich. 1821 wurde unser Metternich zum Haus-, Hof- und Staatskanzler ernannt, aber seine Macht schwand in den kommenden Jahren dahin und am Ende war er lediglich noch für die Außenpolitik zuständig. In seinem Politisches Glaubensbekenntnis von 1820 schmiedet unser Metternich nun einen Schlachtplan gegen die Umsturzbestrebungen seiner Zeit:

„In der Gruppe der Gleichmacher befinden sich willensstarke und entschlußfreudige Männer. Die Doktrinäre weisen keine von diesen in ihren Rängen auf. Wenn auch die erste Gruppe am Tage des Geschehens stärker zu fürchten ist, so stellt die zweite Gruppe doch eine größere Gefahr dar in der Phase der trügerischen Ruhe, die vorausgeht: wie beim echten Gewitter, so auch in der Gesellschaftsordnung. Ständig abstrakten, niemals auf echte und einfache Bedürfnisse anwendbaren Ideen hingegeben, sogar im Widerspruch zu diesen Bedürfnissen stehend, sind es die Menschen dieser Klasse, die nicht aufhören, das Volk mit ihren eingebildeten und vorgetäuschten Sorgen aufzuwiegeln und schließlich die Regierungen anzustacheln, vom richtigen Weg abzuweichen. Die Welt möchte von Fakten und nach Maßgabe der Gerechtigkeit regiert werden und nicht durch Phrasen und Theorien. Das erste Bedürfnis einer Gesellschaft ist es, von einer starken Obrigkeit aufrechterhalten zu werden (jede Obrigkeit ohne echte Gewalt verdient nicht den Namen) und sich nicht selbst zu regieren. Zählt man die Zahl der Gefechte, die sich die Parteien in den gemischten Regierungen liefern, und der Beschwerden auf dem Rechtsweg, der durch einen Missbrauch der Macht in einem christlichen Staat offen steht, so wendet dieser Vergleich nichts zugunsten der Doktrinäre. Das erste und wichtigste Anliegen für die Mehrheit eines Staates ist die Unverrückbarkeit des Rechts, seine ununterbrochene Geltung und seine Unveränderlichkeit. Mögen die Regierungen so regieren, daß sie die Grundlagen ihrer alten wie neuen Institutionen aufrechterhalten, denn wie zu allen Zeiten ist es gefährlich, hieran zu rühren; dies ist nicht nur heute und in der allgemeinen Aufruhr eine nützliche Sache. Mögen sie gegenüber ihrem Volk diese Entschlossenheit zeigen, und mögen sie dies durch Taten tun. Mögen sie die Doktrinäre innerhalb ihres Landes zum Schweigen bringen und ihre Verachtung gegen sie Außenstehenden gegenüber zum Ausdruck bringen. Mögen sie in ihrem Vorgehen und ihren Handlungen nicht nachgeben auf den Verdacht hin, daß sie Fehlern billigend oder gleichgültig gegenüber stehen; mögen sie niemanden glauben lassen, daß es auf die Erfahrung nicht mehr ankäme und diese risikobehafteten Versuchen Platz zu machen habe. Mögen sie genau und klar in jeder ihrer Aussagen sein und nicht versuchen, etwas dadurch zu gewinnen, daß sie den Umstürzlern, die nichts im Sinn haben als die Zerstörung jeglicher Macht, die nicht die ihre ist, Zugeständnisse machen – denn Zugeständnisse bringen gar nichts außer daß sie deren Ansprüche auf Macht noch erhärten. Mögen sie in den Zeiten der Aufruhr noch viel zurückhaltender sein als sonst auf ihrem Weg zu echten Verbesserungen, aber nicht gebieterisch von den Bedürfnissen des Augenblicks in Anspruch genommen zu sein, damit sich das Gute nicht schließlich gegen sie wendet, was oftmals dann passiert, wenn eine Regierungsmaßnahme von Furcht diktiert gewesen zu sein scheint. Mögen sie schließlich nicht das Gute, das sie für ihr Volk tun, mit Zugeständnissen an die Umstürzler verwechseln, indem sie einen Teil ihrer Verwaltung, die nach einer solchen Maßnahme verlangt hat, angesichts der anerkannten Bedürfnisse verändern. Mögen sie den Finanzen ihres Landes genaueste Beachtung schenken, um ihren Völkern durch eine Erleichterung der öffentlichen Abgaben schmackhaft zu machen, daß das Wohlergehen eines friedlichen Staates keine Illusion, sondern Realität ist. Mögen sie gerecht, aber stark, wohlwollend, doch streng sein. Mögen sie die religiösen Grundsätze in all ihrer Reinheit bewahren und nicht erlauben, daß das Dogma angegriffen wird und die Moral nach dem Gesellschaftsvertrag oder den Vorstellungen einfacherer Sektierer ausgelegt wird. Mögen sie die Geheimgesellschaften, diesen Wundbrand der Gesellschaft, auslöschen. Mögen sich schließlich die großen Herrscher wieder in ihrem Bund zusammenschließen und der Welt beweisen, daß er besteht und nichts als wohltätig ist; denn dieser Bund sichert den politischen Frieden in Europa; möge er nicht nur für die Aufrechterhaltung der Ruhe stark sein in einer Zeit, in der so viele Angriffe gegen ihn gerichtet sind; mögen die Grundsätze, zu denen sie sich bekennen ebenso väterlich und beschützend für die Guten wie bedrohlich für die Störenfriede der öffentlichen Ordnung sein. Die Regierungen kleinerer Mächte werden in einem solchen Bund einen Anker für ihr eigenes Heil erkennen, und sie werden danach eifern, sich ebenfalls anzuschließen. Die Völker werden daraus Vertrauen und Mut schöpfen und die Geschichte wird die weitreichendste und heilbringendste Befriedigung aller Zeiten demonstrieren, denn dieser Friede wird auf den ersten Blick in allen noch aufrecht stehenden Ländern tragfähig sein; er wird nicht ohne entscheidenden Einfluß bleiben für alle die, die von einer bevorstehenden Subversion bedroht sind und selbst für die Wiedererhebung derer, die schon von der Geißel der Revolution betroffen wurden. Jeder wichtige Staat, der sich entschließt, die gegenwärtige Aufruhr zu überleben, bewahrt sich auch noch gute Aussichten auf Rettung. Ein starker Bund der Staaten, basierend auf den Grundsätzen, die wir gerade ausgeführt haben, wird die Aufruhr selbst besiegen.“

Die zweite Schlacht von Sedan

Auf unseren Generaloberst Guderian und unseren Feldmarschall von Rundstedt ist eben Verlaß. Da können die Spaßbremsen vom OKH den Urheber des Sichelschnittplanes ruhig zum Kommandierenden General des XXXVIII. Armeekorps ernennen. Der Knackpunkt des Sichelschnittplans stellte die zweite Schlacht von Sedan dar. Dort gelang es unserem Generaloberst Guderian im Mai 1940 die gallische Front endgültig zu durchbrechen und die Maas zu überschreiten. Damit konnten unsere Panzerkampfwagen zur Kanalküste vorstoßen und die feindliche Streitmacht teilen. In der zweiten Schlacht von Sedan hat unser Panzerheinz Guderian unsere Truppen nicht nur geführt, sondern zeichnete sich auch ganz wesentlich für deren Planung verantwortlich. Doch hören wir dazu den alten Panzerhaudegen – aus seinen sehr lesenswerten „Erinnerungen eines Soldaten“ – ein wenig selbst: https://archive.org/details/heinz-guderian-erinnerungen-eines-soldaten-1960

„Wir kannten und achteten die Franzosen aus dem ersten Weltkrieg als tapfere und zähe Soldaten, die ihr Land mit unbeugsamer Energie verteidigt hatten. Wir zweifelten nicht daran, daß sie die gleiche Haltung bewahren würden. Was die oberste Führung anbelangt, so hatte uns in Erstaunen gesetzt, daß die günstige Gelegenheit zum Angriff im Herbst 1939 nicht ausgenutzt wurde, als die Masse des deutschen Heeres, besonders die ganzen Panzerkräfte, in Polen gebunden waren. Die Grunde für diese Enthaltsamkeit waren damals nicht zu erkennen. Man konnte nur Vermutungen anstellen. Jedenfalls setzte die Vorsicht der obersten Führung in Erstaunen und ließ den Gedanken aufkommen, daß man drüben hoffen mochte, den ernsten Waffengang irgendwie zu vermeiden. Das einigermaßen untätige Verhalten der Franzosen während des Winters 1939/40 verleitete zu dem Schluß, daß die Neigung für diesen Krieg auf französischer Seite nicht groß sei. Aus all dem ließ sich schließen, daß ein zielbewußter, überraschend geführter Stoß mit starken Panzerkräften über Sedan auf Amiens und den Atlantik die tiefe Flanke der im Vorgehen nach Belgien begriffenen Gegner treffen müsse, daß gegen einen solchen Stoß nur unzulängliche Reserven beim Gegner verfügbar seien, daß er also eine große Erfolgsaussicht habe und bei unverzüglicher Ausnutzung von Anfangserfolgen zur Abschnürung der gesamten nach Belgien vorgegangenen feindlichen Hauptkräfte führen könne. Nun kam es darauf an, meine Vorgesetzten und meine Untergebenen in gleicher Weise von der Richtigkeit meiner Gedanken zu überzeugen und damit Handlungsfreiheit von oben und zuversichtliches Mitgehen von unten zu erreichen. Ersteres ist mir nur sehr unvollkommen gelungen, letzteres dafür um so besser.“

Die Schlacht bei Chotusitz

Schlachten entscheiden das Schicksal der Staaten. Wer immer Krieg führt, muß solche Entscheidungen herbeiführen, sei es, um sich aus einer mißlichen Lage zu befreien oder den Feind darein zu versetzen, oder um den Streit auszufechten, der sonst nie ein Ende nähme.“ – Pflegt Friedrich der Große zu sagen und so hielt es auch unser Preußenkönig bei Chotusitz, wo er 1742 die Österreicher zum Kampf stelle und schlug. Was nicht gerade unwichtig war, da sich der preußische Staatsschatz erschöpfte und obendrein die Gallier den Machtzuwachs Preußen neideten. Es war also höchste Zeit, um Frieden zu schließen. Das geschah 1742 in Berlin. Die Schlacht von Chotusitz tobte lange hin und her und so mancher Irrtum sorgte für Verwirrung. Am Ende siegten aber unsere Preußen aber doch, durch einen kühnen Schachzug Friedrichs des Großen. Er griff die Österreicher in der linken Flanke an und so mußten diese mit einem Verlust von 18 Kanonen, zwei Fahnen und 7000 Mann das Schlachtfeld räumen. Die Verluste unserer Preußen betrugen an Toten und Verwundeten 3600 Mann. Der Hohenfriedberger Marsch ist geradezu ein Muß bei der Feier der preußischen Schlachtensiege über die Österreicher: https://www.youtube.com/watch?v=bkhOxFtj7Eo Unser Friedrich der Große ist wie immer sein größter Kritiker, wobei er auch seinen Unterfeldherren und dem Feind so manchen Tadel erteilen muß: http://friedrich.uni-trier.de/de/volz/2/9/

„Auf beiden Seiten machten die Führer Fehler, deren Untersuchung sich empfiehlt, um ihrer Wiederholung vorzubeugen. Beginnen wir mit Königsegg. Er beschließt, die Preußen zu überfallen und bemächtigt sich bei Nacht Czaslaus, aber seine leichten Truppen plänkeln bis zum Tagesanbruch mit den preußischen Feldwachen. Geschah dies etwa mit der Absicht, die Preußen wach zu halten, sie vor Überrumpelung zu warnen und auf sein Vorhaben recht aufmerksam zu machen? Am Tage der Schlacht (17. Mai) konnte er bei Morgengrauen über das Lager des Erbprinzen Leopold herfallen, da der König erst um 6 Uhr eintraf. Anstatt dessen wartet er bis 8 Uhr morgens, bevor er sich in Marsch setzt, und unterdes langt die preußische Avantgarde an. In der Schlacht selbst überläßt er dem General Buddenbrock die Besetzung einer vorteilhaften Anhöhe, von der die preußische Kavallerie auf seinen linken Flügel herabstürmt und ihn schlägt. Er nimmt das Dorf Chotusitz. Anstatt unter Benutzung dieses Dorfes die linke Flanke des Feindes zu umgehen, bringt er sich selbst um den gewonnenen Vorteil, indem er das Dorf in Brand steckt und es für seine eignen Truppen unpassierbar macht. Das rettet den linken Flügel der Preußen. Er richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf seinen rechten Flügel und vernachlässigt den linken, den der König überflügelt und bis zum Bache Daubrawa zurückwirft, wo sich die Verwirrung dieses Flügels dem ganzen Heere mitteilt. So ließ er sich den Sieg in dem Augenblick, wo er ihn schon in der Hand hielt, entwinden und mußte die Flucht ergreifen, um der Schande der Gefangennahme zu entgehen. Am Verhalten des Königs ist zu rügen, daß er nicht bei seiner Hauptarmee geblieben war. Die Avantgarde hätte er auch einem andern Offizier anvertrauen können, der sie ebensogut wie er selbst nach Kuttenberg zu führen vermochte. Für die mangelhafte Ausnutzung des Geländes ist jedoch nur Erbprinz Leopold verantwortlich zu machen. Er hätte die Befehle des Königs buchstäblich befolgen müssen und sich nicht in falscher Sicherheit wiegen dürfen. Er mußte die Absichten des Gegners, der die ganze Nacht durch ununterbrochen plänkelte, erkennen. Das Gelände, auf dem er zu kämpfen hatte, wußte er nicht richtig zu benutzen. Es war ein Fehler, daß er den Sbislauer Park, der seinen linken Flügel decke, nicht mit Infanterie besetzte, die dann Batthyanys Reiterei wohl gehindert hätte, näher zu kommen. Seine Kavallerie hätte er mit Anlehnung an den Park aufstellen müssen, was bei einiger Wachsamkeit sehr wohl rechtzeitig auszuführen war. Seine Anordnungen auf dem rechten Flügel waren weniger mangelhaft. Wäre der Erbprinz so verfahren, wie hier angegeben wurde, so hätte die Kavallerie des linken Flügels die kleinen Bäche, die sie schließlich im Angesicht des Feindes überschreiten mußte, von Anfang an im Rücken gehabt und sich auf offenem Gelände in voller Freiheit entwickeln können. Dazu kommt, daß das Dorf Chotusitz nur scheinbar eine feste Stellung war. Zu halten war einzig der Kirchhof, aber auch der war von Holzhütten mit Strohdach umgeben, die beim ersten Infanteriefeuer in Brand geraten mußten. Wirklich verteidigen konnte man das Dorf nur, wenn man es zuvor verschanzte; da man aber keine Zeit dazu gehabt hatte, so durfte man gar nicht erst versuchen, den Ort zu halten. Der Hauptfehler, den Erbprinz Leopold vor der Schlacht beging, war der, daß er an einen Angriff der Feinde nicht eher glauben wollte, als bis er ihre Kolonnen vor seiner Front sich entwickeln sah. Da war es freilich recht spät, an gute Anordnungen zu denken. Aber die Tapferkeit der Truppen siegte über die Feinde, über die Hindernisse des Geländes und über die Fehler ihrer eignen Führer. Ein solches Heer war imstande, einen Befehlshaber aus der Bedrängnis zu reißen, und der König selbst mußte zugestehen, daß er allen Grund hatte, sich bei seinem Heere zu bedanken.“

Kaiserin Maria Theresia

Wir alten Preußen schließen uns natürlich den Geburtstagsglückwünschen für unsere alte Kaiserin Maria Theresia gerne an, obwohl sie Friedrich dem Großen ganz schön in den drei Schlesischen Kriegen zu schaffen gemacht hat. Zur Welt kam Maria Theresia 1717 in Wien als Erbtochter Kaiser Karls VI. und seiner Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig. Dank der berühmt-berüchtigten pragmatischen Sanktion konnte sie 1740 die Nachfolge ihres Vaters antreten, wenn dem neuen österreichischen Kaiserhaus auch zu Anfang die deutsche Kaiserkrone verloren ging. Erst 1745 konnte sie ihren Gatten Franz von Lothringen zum deutschen Kaiser wählen lassen. Die Wahl ihres Sohnes Josephs II. im Jahre 1765 verlief dann wieder gewohnt reibungslos. Bis 1780 herrschte sie über unser altes deutsches Reich, wenn das Kaisertum damals auch kaum mehr als ein Ehrenvorrang gewesen ist. Ein Blick auf Spanien zeigt, welche gewaltige kriegerische und staatskünstlerische Leistung Maria Theresia mit der Behauptung ihres Erbes und der Großmachtstellung Österreichs vollbracht hat. Spanien hat sich nämlich bis zum heutigen Tag nicht wirklich vom Erlöschen der Habsburger erholt (von einzelnen Lichtblicken wie Franco einmal abgesehen). Mit sechzehn Kinder erwies sie sich als wahre Landesmutter und so schnell dürfte das lothringische Kaiserhaus wohl nicht erlöschen. Die Geschichte Maria Theresias hat uns der Ritter von Arneth sehr schön niedergeschrieben und so lesen wir Panzertiere zur Feier des Tages ein wenig aus seinem Werk vor. Sind auch die vermeintlichen Erbansprüche des bayrischen Kurfürsten widerlegt, so gibt dieser dennoch keine Ruhe und unser Geschichtsschreiber vermutet da die Gallier am Werk: https://archive.org/details/geschichtemariat01arneuoft

„Am folgenden Tage wurde dem päpstlichen Nuntius und den Botschaftern von Frankreich und Venedig, hierauf aber dem bayerischen Gesandten Einsicht von den letztwilligen Bestimmungen des Kaisers Ferdinand I. gewährt. Sogar Graf Perusa mußte sich, wenn gleich mit Widerstreben, von der Grundlosigkeit der bayerischer Seits erhobenen Ansprüche überzeugen. Hierdurch ließ sich jedoch der Kurfürst, dem es natürlicher Weise weniger um die rechtliche Begründung als um die Befriedigung seines Begehrens zu tun war, von dem einmal eingeschlagenen Wege nicht abbringen. Graf Perusa wurde zurückberufen, und er verließ Wien, jedoch nicht ohne einen Protest daselbst zurückgelassen zu haben, durch welchen der Kurfürst von Bayern gegen die Erbfolge Maria Theresias in Österreich feierlich Verwahrung einlegte und die Geltendmachung seiner Rechte sich vorbehielt. Nun entspann sich zwischen den Höfen von Wien und München nicht nur ein weitläufiger Federkrieg, in welchem auch noch über andere letztwillige Bestimmungen, insbesondere diejenigen Ferdinands II. für und wider gekämpft wurde, sondern die beiden streitenden Teile wetteiferten mit einander, die fremden Regierungen, welche hierbei am meisten in Betracht kamen, für ihre Ansicht zu gewinnen und sich dadurch eintretenden Falles ihres Beistandes zu versichern. Frankreich stand hierbei natürlicher Weise in erster Linie. Denn auf sich allein beschränkt hätte Bayern seinen auf die Erbfolge in Österreich gerichteten Begehren niemals irgend welchen Nachdruck zu geben vermocht. Nur mit Frankreichs Hilfe erschien es im Stande, solches zu tun, und man war daher äußerst gespannt auf die Haltung, welche die französische Regierung in dieser Sache beobachten werde. Denn von ihr hing, darüber glaubte man keinem Zweifel Raum geben zu können, es ab, ob Maria Theresia ohne ernste Störung in den Besitz der Länder des Hauses Österreich gelangen und der Friede Europas gewahrt bleiben werde. Die langjährige enge Verbindung Frankreichs mit Bayern, gemeinsam geführte blutige Kriege, und die vielfache Ermunterung, welche vor noch nicht allzu langer Zeit den Absichten des kurfürstlichen Hauses auf die Geltendmachung seiner vermeintlichen Nachfolgerechte in Österreich gerade von Frankreich aus zu Teil geworden war, mußten die Besorgnis erwecken, daß Gleiches auch jetzt wieder der Fall sein werde. Hiergegen sprach jedoch andererseits die feierliche Verpflichtung, welche Frankreich in dem letzten Friedensschlusse auf sich genommen hatte, die pragmatische Sanktion anzuerkennen und zu gewährleisten. Hiergegen sprachen die seither ununterbrochen aufrecht erhaltenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiderseitigen Fürstenhäusern, und die oftmals wiederholten Versicherungen des Kardinals Fleury, Frankreich werde unter allen Umständen dem gegebenen Worte unerschütterlich treu bleiben. Hiergegen sprach endlich die allgemein bekannte, mit seinem hohen Alter noch mehr und mehr zunehmende Friedensliebe des Kardinals, seine Abneigung vor jeder Kriegführung, und sein Ehrgeiz, dereinst mit dem Ruhme, der Pazifikator Europas gewesen zu sein, aus der Welt zu gehen.“

Generaloberst Kurt Student

So wie wir Deutschen den Panzerkampfwagen zwar nicht erfunden haben und dennoch die unbestrittenen Meister dieser neuen Waffe sind, so verhält es sich auch mit den Fallschirmjägern. Auf den Gedanken zur Aufstellung von Luftlandetruppen kamen die Landfeinde auch früher, jedoch waren wir Deutschen die einzigen, die mit den Fallschirmjägern größere Unternehmungen durchgeführt haben. Amerikaner, Russen und Engländer beschränkten sich meist auf die taktische Unterstützung ihrer Angriffsunternehmen. Während die Landungen unserer Fallschirmjäger in Gallien und Norwegen das Wesen einer strategischen Speerspitze trugen. Das Unternehmen Marktgarten bildet hierbei mal wieder die übliche Ausnahme, aber dessen Scheitern zeigt wiederum wie wenig die Landfeinde verstehen die Fallschirmjäger zu gebrauchen. Und bei Arnheim hatten sie zumindest die Überraschung auf ihrer Seite. Das hatten wir Deutschen auf Kreta nicht, da die Engländer unsere Pläne – durch abgehörte Funksprüche kannten – und gut verschanzt und vorbereitet unseren Angriff erwarteten. Dennoch schlug unser Generaloberst Student mit seinen Fallschirmjägern eine doppelte feindliche Übermacht. Unser Generaloberst Student, den man ebenso den Vater unserer Fallschirmjäger nennen darf wie man Georg von Frundsberg den Vater unserer Landsknechte nennt, hat heute übrigens Geburtstag. Zur Welt kam er 1890 im Dorf Birkholz in der Neumark. Im Vierjährigen Krieg kämpfte er als Jagdflieger – wobei er sechs feindliche Flieger abschoß – und wandelte nach dem Krieg ein wenig auf den Spuren Scharnhorst. Will heißen, bereitete im Verborgenen die Wiederherstellung unserer deutschen Luftwaffe vor. Beginnen konnte dieses große und segensreiche Unterfangen aber erst nach dem Sturz der Novemberverbrecher. Der Aufbau unserer Fallschirmjäger ging 1936 los und ab 1938 widmete sich unser Generaloberst Student mit seiner ganzen Kraft dieser Aufgabe.

Unser Panzerkampfwagen IV das alte Arbeitstier

Die überwiegende Menge der Panzer soll dem Kampf dienen, und zwar sowohl dem Kampf gegen Waffen alter Art, wie besonders dem Kampf gegen die Abwehrmittel und die Panzer des Gegners. Wir nennen sie Panzerkampfwagen. Innerhalb dieser Gattung unterscheidet man entweder nach dem Gewicht leichte, mittlere und schwere Panzer oder, da diese Unterscheidung ziemlich willkürlich und in ihren Abgrenzungen schwankend ist, besser nach der Bewaffnung Maschinengewehr, leichte, mittlere und schwere Geschützpanzer unter Angabe des stärksten mitgeführten Kalibers. Panzerkampfwagen müssen befähigt sein, schwieriges Gelände zu überwinden und ihren Besatzungen auf nahen Entfernungen mindestens gegen kleinkalibrige Infanteriewaffen, auf mittleren Entfernungen auch gegen Abwehrwaffen Schutz gewähren. Sie müssen Rundumfeuer ihrer Hauptwaffen, gute Sicht, leichte Führungsmöglichkeit und angemessene Geschwindigkeit gestatten.“ – Heinz Guderian, „Achtung Panzer“

Diese Aufgaben erfüllte unser Panzer IV im Sechsjährigen Kriege vom Anfang bis zum Ende und so richten wir ihm heute eine kleine Panzerfeier aus. Denn heute lief der Angriff im Westen endlich an und verwandelte den Winter unseres Mißvergnügens in einen ruhmreichen Sommer. Denn ohne unseren Panzer IV (und natürlich auch unseren Panzer III) hätte der Sichelschnittplan nicht verwirklicht werden können. Ebenso wie unsere Siege in Nordafrika, Illyrien und Rußland. Ab 1942 vertauschte unser Panzer IV mit unserem Panzer III die Rolle und trat fortan als Schlachtpanzer in Erscheinung. Die Bewaffnung unseres Panzers vier besteht aus einer 7,5cm-Kampfwagenkanone und zwei Maschinengewehren. Auf die Waage bringt unser Panzer IV 25 Tonnen, die sein Maybachmotor mit 300 Pferdestärken über die Schlachtfelder bewegt. Im Gelände erreicht er 20 Kilometerstunden und 40 auf der Straße. Seine Panzerung ist bis zu acht Zentimeter dick und damit ein bißchen dünn für die Panzerschlacht. Gebaut wurden 8500 Stück und dazu kommen noch die Abarten. Unser Sturmgeschütz IV, unser Sturmpanzer IV, unsere Jagdpanzer IV und Nashorn, unsere Panzerhaubitzen Hummel und Heuschrecke und unser Flakpanzer IV verwendeten das gleiche Fahrgestell.